Ihr lieben, unsere Tourzeit ist längs vorbei, jedoch passieren geheimnisvolle Sachen bei Fjarill momentan, und wir spielen am 11.4.14 in Hoisdorf bei Hamburg, also da freuen wir uns sehr auf Euch!!!

Der Weihnachtstour 2014 ist fast fertig gebucht!!! am 7.12 spielen wir z.B wieder in der Fabrik/Hamburg. Aber mehr verraten wir nicht ;-))))

Hier unten einen schönen Text über Fjarill aus dem Folkworld Magazin von Karsten Ruhe:

 Zeit kann man nicht begreifen, sondern nur erleiden. Sie verrinnt und sie jagt uns durch unser Leben. Fjarill widmet dem Thema Zeit ein ganzes Album “Tiden” heißt es und es ist vor allem eins: eine Hommage an den einzigen wirklich treuen Begleiter unseres Daseins. Das fällt stellenweise recht melancholisch aus, lässt Raum für Lebensbetrachtungen und für zärtliche Erinnerungen, die es schaffen, die Zeit für einen Moment zurückzudrehen, wenn auch nur im Gedächtnis. Fjarill nehmen den Hörer auf diesem wunderschönen Album sanft bei den Ohren und drehen ihn im immerwährenden Lauf der Uhr. Wer genau wissen will, wovon sie singen, kann die deutschen Texte im Booklet mitlesen. Notwendig ist es jedoch nicht, denn bei Fjarills Zeitenreise kann man genauso gut ohne wörtliches Verständnis mitgehen. Als Begleiter haben sie die beiden schwedischen Musikerinnen zwei Mitglieder des Tingvall Trios dazu geholt. Schlagzeuger Jürgen Spiegel und Bassist Omar Rodriguez Calvo geben eine vorzügliche Rhythmusgruppe ab, die eine für Fjarill bisher unbekannte Dynamic erzeugen. Andrea Matinella erweitert mit dem English Horn die musikalische Hörwelt des schwedischen Folkduos. Als Gast hören wir Stings Leibgitarristen Dominic Miller im ersten Lied an der Gitarre. Fjarill erscheinen auf “Tiden” gereifter, entfliehen der reinen Folklehre und erweitern ihren Horizont um jazzige und klassische Elemente. Damit gewinnt ihre Musik dann doch etwas Zeitloses.
© Karsten Rube

 

Geniesse den Frühling und jeder Veränderung!!!

Alles liebe von den fjarills!

 

 

 

 

 

 

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http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/rund_um_den_michel/videos/rundumdenmichel1131.html

 

Und jetzt zum Standartinfo von Fjarill:

Die beiden Musikerinnen von Fjarill sind wie verschiedene Pole. Die eine ein Wirbelwind. „Ich bin ein bisschen wie Pippi Langstrumpf“, sagt sie von sich selbst. Die andere: besonnen, ruhiger. Wenn sie Geige spielt, kann man sich dem Zauber nur schwer entziehen. Doch wenn die schwedische Pianistin und Sängerin Aino Löwenmark und die südafrikanische Geigerin Hanmari Spiegel als Duo Fjarill auf der Bühne stehen, sind sie, trotz oder gerade wegen ihrer Unterschiedlichkeit, musikalisch eins. Ihre Musik ist Folklore, Pop, Weltmusik – enthält auch Klassik und Jazz und, wenn man den charmanten und augenzwinkernden Moderationen im Konzert glaubt, manchmal sogar ein bisschen Speed Metal. Die beiden Schmetterlinge – so die deutsche Bedeutung des Bandnamens – singen in ihren Muttersprachen: Schwedisch und Afrikaans. Die Musik von Fjarill in drei Worten? Tiefgründig, fröhlich-melancholisch und lebendig.

Acht Jahre nachdem sie bei einem eher zufälligen Zusammentreffen bei einem Auftritt auf einem Hamburger Weihnachtsbasar das erste Mal miteinander spielten, veröffentlichen Fjarill nun ihr fünftes Album.

Der schwedische Titel „Tiden“ (deutsch: Zeit) ist Leitmotiv der Aufnahme, alle zwölf Stücke kreisen um dieses Thema – wie der Zeiger um die Uhr. Dass ein Mottoalbum entstehen würde, war – wie so vieles in der Bandgeschichte – ein glücklicher Zufall. Erst nachdem sie mehrere Stücke geschrieben hatte, merkte Aino Löwenmark, die die meisten Stücke für Fjarill schreibt, dass sich alle irgendwie mit der Zeit auseinandersetzten: „Ich habe das Gefühl, dass unsere heutige Zeit so unfassbar vergänglich und flüchtig geworden ist. Ich bin fest überzeugt, dass die Zeit immer schneller und schneller geht“, sagt die Sängerin. Eben dieser Gedanke scheint Inspiration für „Tiden“ gewesen zu sein: Das Album ist schneller und lauter als alle Vorgänger-Veröffentlichungen von Fjarill.

„Normalerweise sind wir sehr frei im Rhythmus und lassen die Musik fließen, diesmal dürfen wir nicht so rhythmusfrei schwelgen, weil wir eine Rhythmusgruppe dabei haben“, sagt Löwenmark. Denn mit zwei Musikern des Tingvall Trios haben sich Fjarill für das Album prominente und kompetente Unterstützung geholt: Schlagzeuger Jürgen Spiegel und Bassist Omar Rodriguez Calvo geben den Songs ein für die Musik von Fjarill neues Klanggewand: kantiger, wilder – und vor allem jazziger.

Am eindrucksvollsten hört man das auf dem Titelsong: „’Tiden’ ist unser coolstes Lied“, sagt Aino Löwenmark. „Aber es ist auch hässlich, denn die Zeit ist oft ziemlich hässlich.“ Und so gönnt das Schlagzeug Fjarill keine Sekunde Ruhe. Hämmernde Klavierakkorde, schnelle, ruhelose Geigenläufe, ein durchlaufender Bass, ein treibender Rhythmus – die Zeit läuft und läuft. Ohne Rücksicht.
Doch das Album hat auch Momente der Ruhe, der Reflektion und des sich verlierens: „Heute morgen habe ich einen Stuhl in minzgrün gestrichen“, sagt Löwenmark, „dabei habe ich mich so in der Arbeit verloren, bis ich merkte: Es passiert heute nur noch so selten, dass wir uns ganz in einer Sache verlieren. Im Stück ‘Bambini’ beschreiben wir, wie Kinder noch diese besondere Gabe haben, und in einer einzigen Aufgabe ganz aufzugehen können. Wir wünschen uns, dass die Zuhörer das auch in unserer Musik ein bisschen können.“ Mit „Varas“ haben Fjarill einem Lied einen Fantasienamen gegeben. Er steht für etwas oder jemanden, in den man sich ganz fallen lassen kann. Musikalisch sind das die typischen Fjarill-Sounds, für die die Beiden 2011 mit dem Weltmusikpreis RUTH ausgezeichnet wurden: Träumerische, dahinfließende Linien, viele folkloristische Elemente.

Weitere bekannte Gastmusiker haben sich Fjarill für „Tiden“ ins Studio geholt. Dominic Miller, Gitarrist von Sting, spielt bei „Jag närmar mig“. Und das von Hanmari Spiegel komponierte „Tydloos“ (deutsch „Zeitlos“) hat seine besondere Schönheit auch dem Hornspiel von Andrea Matinella zu verdanken – die Hornistin der Mailänder Scala engagierte Tontechniker Stefano Amerio übrigens spontan während der Studiosession in Italien, weil sich die Musiker einig waren, dass dem Lied noch das gewisse Extra fehlte. Den gewissen Hauch Folklore bei den Songs „Planet“ und „Varas“ zaubert schließlich Hans-Georg Spiegel am Akkordeon.

So ist vieles neu auf dem neuen Album. Auch, dass Hanmari Spiegel und Aino Löwenmark ein Duett singen. „Es fühlt sich wunderbar an, wenn wir zusammen singen, wir möchten das gern öfter machen“, sagen Fjarill über das letzte Stück des Albums „Elke Sekond“. Ein inniger musikalischer Moment.

Und dann gibt es da Songs wie das „Pippi Langstrumpf Rondo“. Ein verspieltes, mitreißendes Lied – inspiriert von Mozart höchstpersönlich. Aino Löwenmark lacht: „Na, ich glaube, Mozart war ein ziemlich verrückter Kerl! Ich habe mir ein bisschen Inspiration bei ihm geholt.“ Auch in diesem Stück geht es um die Zeit. Darum, wie man sich als Erwachsener ein wenig Kindsein behält – so wie die Musikerinnen von Fjarill es tun. „Tanz mit mir nach Pippis Melodie“, fordert das Lied auf. Das Publikum braucht die schwedischen Texte nicht zu verstehen, denn die Musik vermittelt, worum es geht: um tanzen, um Träume und Freude und um die Hoffnung, dass die Zeit Gutes bringt – auch für Fjarill. „Das Album ist eine Momentaufnahme. Wir sind erwachsener als wir es vor acht Jahren waren. Dennoch schauen wir nicht zurück, sondern blicken nach vorne – auf das, was die Zeit bringt.“ Das gilt auch musikalisch: „Es schwirren irgendwo im Universum noch ganz viele Lieder rum und sind schon für Fjarill gemacht – wir müssen nur danach greifen.“